POSSUMPIE123

Eine etwas andere Reise durch Neuseeland

Geschichte der Maori

Neuseeland wurde vor ca. 700 Jahren von den ersten Maori besiedelt. Wissenschaftler schätzen, dass es sich dabei um ungefähr 200 Menschen gehandelt haben muss, die die neue Kultur begründeten. Ursprünglich kamen die Maori aus der Südsee, genauer gesagt aus dem östlichen Polynesien. Es wird davon ausgegangen, dass sich die Bedingungen in ihrer Heimat dramatisch verschlechtert hatten, sodass der weite Weg nach Neuseeland der einzige Ausweg war. Vermutlich waren Konflikte um schwindende Ressourcen und Hunger der Hauptgrund. Um die lange Reise nach Neuseeland zu überstehen, benutzten die Polynesier ein sogenanntes Auslegerkanu, das die Stabilität der Boote auch in rauen Gewässern sicherte und sie wendiger machte. Dabei spielte auch das Krebssegel eine große Rolle, denn erst dadurch war es den Reisenden möglich, gegen den Wind zu kreuzen und ihre neue Heimat zu erreichen. Außerdem dienten ihnen die Sterne als Navigation.

Mit der Zeit breiteten sich die Maori über die gesamten Inseln aus. Sie brachten die ersten Hunde und Ratten sowie Nutzpflanzen aus ihrer Heimat mit, die aber in dem rauen Klima Neuseelands nicht gediehen. Allerdings ignorierten die Einwanderer die Sorgen um die Landwirtschaft, da die Inseln Nahrung in großen Mengen boten. Die Tiere am Boden kannten jagende Raubtiere wie den Menschen nicht, weswegen ihnen der natürliche Fluchtinstinkt fehlte. So dienten zum Beispiel Vogelarten wie der Moa als Nahrungsquelle, wobei die Maori nicht nur sein Fleisch sondern auch die Eier verspeisten. Dies allerdings wurde zum Problem, da sich die Bestände nicht so schnell erholen konnten, wie sie gejagt wurden. Dadurch hatten die neuen Bewohner das Gleichgewicht der empfindlichen Inselwelt gestört. Die schwindenden Ressourcen hatten zur Folge, dass die verschiedenen Stämme in Krieg ausbrachen, was fast zur Vernichtung der Maori geführt hätte. In ihrer Verzweiflung legten sie Brände in den Wäldern, um auch die letzten Tiere aus ihren Verstecken zu treiben. Letzten Endes sind dadurch viele Arten ausgestorben, unter anderem der Moa.

moa

Der Moa

Zum Schluss fanden die Menschen allerdings eine friedliche Lösung, sich auf die Besonderheiten Neuseelands einzustellen, indem sie sich auf die Traditionen ihrer Heimat besannen. Dies führte zur Schaffung heiliger Gebiete, in denen es untersagt war, zu jagen oder Früchte und Eier zu sammeln. Dadurch bekam die Natur eine Atempause und konnte sich erholen. Anfang des 19. Jahrhunderts kamen die ersten Siedler aus Europa nach Neuseeland. Um den wachsenden Unruhen innerhalb der Maori-Stämme und zwischen den Maori und den europäischen Einwohnern entgegenzuwirken, wurde 1840 der Vertrag von Waitangi unterzeichnet. Seit dem gehört das Land zum Britischen Königreich.

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Ein Unterzeichner des Waitangi-Vertrages

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Treaty house in Waitangi (Ort des Vertragsabschlusses)

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Frage zum Text: Wie hätten sich die Maori verhalten können, um die Ausrottung der Tierarten zu verhindern?

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